Tipps für den perfekten Lebenslauf - Mit diesem Anschreiben überzeugen Sie die Unternehmen

Beim Lebenslauf handelt es sich wohl um einer der wichtigsten Dokumente im gesamten Bewerbungsprozess. Der Curriculum Vitae (kurz CV) hinterlässt - gemeinsam mit dem Anschreiben und einem Motivationsschreiben in der Bewerbung - den ersten und dabei sehr bleibenden Eindruck beim Personaler. Das Unternehmen erfährt von Ihren Stärken, Ausbildungen, dem Werdegang und Qualifikationen, die Sie für die offene Position im neuen Job mitnehmen. Diese Informationen der Bewerber finden sich in Österreich in einem tabellarischen Lebenslauf, inklusive Porträtfoto wieder.

Wir zeigen Ihnen, worauf es bei einem überzeugenden Lebenslauf ankommt und wie Sie die Unternehmen mit Ihrem Schreiben garantiert begeistern können.

Inhalte eines CVs

Allen voran sollte Ihre Bewerbung immer übersichtlich, strukturiert und vollständig sein. Es kann schon vorkommen, dass Personaler unübersichtliche und chaotische Anschreiben gleich ganz ignorieren. Tipp: falls Lücken in Ihrer Bewerbung vorhanden sein sollten, führen Sie unbedingt eine glaubwürdige und aufrichtige Begründung an!

Hier ein Beispiel mit Themen, die Ihr CV für den neuen Job unbedingt beinhalten sollte:

1. Persönliche Daten:

Bei der ersten Texteinheit in der Bewerbung sollten folgende Informationen angeführt werden:

  • Vor- und Nachname
  • Geburtsdatum und Geburtsort
  • Familienstand
  • Adresse (Straße, Postleitzahl, Ort)
  • Telefonnummer
  • E-Mail-Adresse
  • Bei Nicht-EU-Bürgern ggf. Staatsangehörigkeit und Arbeitserlaubnis

Mittlerweile werden Religionsbekenntnis und die Eltern beziehungsweise Geschwister des Bewerbers im Lebenslauf nicht mehr angegeben. Kinder werden nur dann mit Geburtsjahr angeführt, wenn Sie einen bestimmten Grad der Selbstständigkeit erreicht haben (etwa mit 10 Jahren).

2. Beruflicher Werdegang:

Hier listen Sie Ihren bisherigen beruflichen Werdegang und vergangene Jobs auf. Führen Sie an, in welchem Unternehmen Sie gearbeitet haben, welche Position Sie inne hatten, die Aktivitäten und den Zeitraum, in welchem Sie dort beschäftigt waren. Hier sehen Sie Beispiele, wie es in der Praxis gemacht wird:

08/2008 – 07/2011:  XYZ GmbH, Werkstättenleiter
05/2003 – 06/2008:  XYZ GmbH, Vorarbeiter
06/2000 – 04/2003:  XYZ GmbH, Spengler

Die meisten Personaler interessieren sich wohl am meisten für diesen Block in Ihrer Bewerbung. Sie möchten auf einen Blick wissen, in welchem Unternehmen Sie welchen Job ausgeübt haben. Deshalb wäre es auch von Vorteil, Ihre dortigen Tätigkeiten in ein bis zwei Sätzen kurz aufzulisten. Tipp: je höher die Position ist, für die Sie sich bewerben, desto ausführlicher sollte die Beschreibung in Ihrer Bewerbung sein.

Wichtig: Sobald Sie eine Firma in Ihrer Bewerbung als ehemaligen Arbeitgeber anführen, können Sie damit rechnen, dass das neue Unternehmen versuchen wird, sich dort Informationen über Sie zu beschaffen. Sollten Sie sich aus einem noch ungekündigten Dienstverhältnis heraus bewerben, könnte dies daher negative Folgen für Ihr Verhältnis zum derzeitigen Arbeitgeber haben. In so einem Fall wäre es deshalb ratsam den Arbeitgeber nicht namentlich zu nennen, sondern Ihn lediglich anonymisiert zu umschreiben („Unternehmen in der XYZ-Branche“).

3. Bildungsweg:

Dieser dritte große Textblock im Lebenslauf enthält Ihren persönlichen Bildungsweg. Folgendes soll darin aufgelistet werden:

  • Schulausbildung: absolvierte Schulen inklusive Ort, Dauer und Datum des Abschlusses
  • Universitäten und Fachhochschulen: Universität, absolvierte Fächer, Dauer, Datum des Abschlusses, eventuell Auslandssemester, Thema der Abschlussarbeit
  • Berufsausbildung: Art, Ausbildungsbetrieb, Dauer, Abschlussdatum

Der Stil und das Layout des Bildungswegs sollten wie beim beruflichen Werdegang gemacht sein - ein strukturierter Aufbau und ein roter Faden ist beim Lebenslauf von großer Relevanz. Abschlüsse wie Matura oder der Bachelor/Magister etc., sollten gesondert aufgelistet werden.

4. Weiterbildung:

Hier können Sie als Bewerber Ihre beruflichen Weiterbildungsaktivitäten im Schreiben anführen. Von Workshops bis zu Seminaren - vergessen Sie aber nicht auf Datum und Bescheinigung.

Tipp: gehen Sie bei der Auswahl unbedingt selektiv vor! Denn nicht alle Aus- und Weiterbildungen können für den Personaler an sich interessant und von Bedeutung sein. Auch hier sollten die Inhalte der Seminare, Workshops und Co. zum Jobprofil passen.

Chronologie im Lebenslauf: So wird’s gemacht

Mittlerweile hat sich auch die amerikanische Version in Österreich etabliert: Man beginnt bei der Bewerbung also beim beruflichen Werdegang mit dem letzten, aktuellsten Job und geht dann in umgekehrt chronologischer Reihenfolge vor. Tipp: Um zu sehen, wie das funktioniert, reicht ein kurzer Blick ins Internet. Denn genauso machen es auch die Plattformen Xing oder LinkedIn.

5. Bewerbungsfoto:

Welches Bewerbungsfoto ist für die angestrebte Stelle passend? Bewerber tun sich oft schwer bei der Auswahl des passenden Bildes. Eines vergessen viele dabei: das Foto muss nicht in den Bewerbungsunterlagen inkludiert sein - schließlich zählen ja nur die beruflichen Qualifikationen und nicht das Aussehen. 

Doch: mit einem schlechten Bild können Sie sich Ihre Chancen verhauen, mit einem guten können Sie sich von den Mitbewerbern abheben. Wenn Sie ein Foto in den tabellarischen Lebenslauf aufnehmen, müssen Sie unbedingt auf dessen Qualität achten. 

Neben der Qualität spielen auch Kleidung und Stil eine große Rolle. Informieren Sie sich und passen Sie Ihr äußeres Erscheinungsbild an den Dresscode der Firma oder der Branche an. So können garantiert keine Fehler entstehen!

Beispiele für unpassende Bilder im tabellarischen Lebenslauf wären:

  • Urlaubsfotos
  • Selfies
  • veraltete Aufnahmen
  • Ausweisfotos

Das sollten Sie für den perfekten Lebenslauf beachten

Prinzipiell lässt sich sagen, dass keine überflüssigen Details angegeben werden sollten, da Personaler - wie bereits erwähnt - die Bewerbungen oftmals nur überfliegen. Kaum jemand wird sich für die Anschrift des vor 30 Jahren besuchten Kindergartens oder dem Tauglichkeitsgrad bei der Musterung interessieren.

Viele Bewerber stellen sich auch die Frage, ob Sie Hobbys und persönliche Interessen im Anschreiben erwähnen sollten. Prinzipiell lässt sich sagen, dass die angeführten Tätigkeiten bestenfalls mit der ausgeschriebenen Stelle zu tun hat. Doch Vorsicht: gefährliche und extreme Sportarten werden nicht immer gerne gesehen. Führen Sie ehrenamtliche Aufgaben aus? Dann vergessen Sie nicht, diese in Ihrem Lebenslauf anzuführen.

Eines ist sicher: wenn Sie diese Tipps beim Erstellen Ihres Lebenslaufes beachten, wird jeder Personaler von Ihnen garantiert überzeugt sein. Wenn Sie jetzt noch Ihre Persönlichkeit und Ihre Qualifikationen unter Beweis stellen, wird's garantiert was mit dem neuen Job!

< vorherige Seite