Das Mitarbeiterjahresgespräch war lange Zeit das einzige Feedback, das ein Mitarbeiter von seinem direkten Vorgesetzten erhalten hat. Nachdem sich die Arbeitswelt in den letzten Jahren stark verändert hat, hat der Randstad Workmonitor 400 Österreicherinnen und Österreicher befragt, wie und wie oft heutzutage Leistungsbewertungen und Feedback beim eigenen Arbeitgeber gegeben werden. Zudem wurde überprüft, wie Fit Arbeitgeber und Arbeitnehmer in Österreich beim Thema Künstliche Intelligenz (KI) sind.

62% der Österreicher erhalten eine Leistungsbewertung, 66% Feedback vom Vorgesetzen

KPIs und Schlagzahlen werden zur Steuerung und Bewertung der Mitarbeiter immer häufiger eingesetzt. Auch in Österreich erhalten inzwischen 62% der Arbeitnehmer eine Leistungsbewertung – auch wenn man damit international noch im unteren Drittel und hinter den Nachbarn aus der Schweiz (73%) und Deutschland (71%) liegt. In anderen Ländern ist eine Leistungsbewertung inzwischen die Norm, so z.B. in den Niederlanden (93%). Ähnlich verhält es sich mit Feedback vom direkten Vorgesetzten: Nur zwei Drittel der Arbeitnehmer in Österreich erhalten überhaupt konstruktives Feedback vom Vorgesetzen, womit Österreich erneut im unteren Drittel, allerdings noch vor Deutschland (62%) liegt. Wenn diese Gespräche stattfinden, werden diese allerdings zu 83% sehr offen geführt.

Moderne Feedback-Ansätze in Österreich unbeliebt

Schaut man sich allerdings moderne Feedback-Ansätze an, so landet Österreich durchwegs auf den letzten zwei Plätzen. Feedback von Mitarbeiter zu Mitarbeiter (47%) ist in heimischen Unternehmen genauso in der Unterzahl wie Feedback vom Vorgesetzten außerhalb der regulären Leistungsbeurteilungen (40%). Weltweites Schlusslicht ist man bei der Nutzung von Feedback in Echtzeit (z.B. mithilfe einer mobilen App oder über E-Mail-Benachrichtigungen): Derartige Methoden werden nur in 26% der österreichischen Unternehmen genutzt.

Mäßig vorbereitet auf das Thema KI

Wenn es um den Bereich der künstlichen Intelligenz (z.B. maschinelles Lernen) geht, wird hier in der Regel von einem der großen Treiber der Digitalisierung gesprochen. Trotzdem investieren nur 34% der heimischen Unternehmen in technologische Entwicklungen in diesem Bereich. Auch die Mitarbeiter werden nur in 31% der Fälle auf dieses Thema vorbereitet – in beiden Fällen liegt Österreich weltweit auf dem vorletzten Platz. Einziger Wermutstropfen: Der internationale Schnitt ist mit 42% bzw. 47% generell nicht sonderlich hoch.

Die vollständigen Ergebnisse der Befragung finden Sie im aktuellen Randstad Workmonitor:

Download: Randstad Workmonitor Q1 2019