Obwohl ein Fünftel der heimischen Arbeitnehmer glauben, dass es ihren Beruf in 5-10 Jahren nicht mehr geben wird, glauben mehr als die Hälfte, dass eine Weiterbildung im Bereich der digitalen Fähigkeiten nicht nötig ist.

Zwei der großen Buzzwords zum Thema Industrie 4.0 sind Digitalisierung und Automatisierung, die unsere Arbeitswelt schon jetzt zunehmend verändern. Ein Trend, der sich in Zukunft noch verstärken soll. So glauben 21 % der 400 berufstätigen Österreicher, die für den Randstad Workmonitor im letzten Quartal befragt wurden, dass es ihren Job in 5-10 Jahren aufgrund der fortschreitenden Automatisierung nicht mehr geben wird.

Österreicher blicken trotzdem optimistisch ins digitale Zeitalter

Was zunächst nach einer düsteren Zukunftsaussicht klingt, ist im internationalen Vergleich aber noch durchaus optimistisch. Die Arbeitnehmer nahezu aller anderen befragten Länder sehen die Wahrscheinlichkeit, dass ihr Beruf der Automatisierung zum Opfer fällt, deutlich höher. In Deutschland stimmen hier z.B. 31% zu, im weltweiten Schnitt sogar 34%.

Zudem glauben 73% der Österreicher, dass sie für die Digitalisierung in ihrem Job bereits bestens gerüstet sind, während nur 45% glauben, dass ihr Arbeitgeber noch mehr in die Ausbildung digitaler Skills investieren müsste. Letzteres ist der weltweit niedrigste Wert – im internationalen Vergleich sieht man den Aufholbedarf mit knapp 70% weitaus kritischer.

Es bleibt damit die berechtigte Frage, ob die Österreicher tatsächlich die digital affinsten Arbeitnehmer der Welt sind oder aber die eigenen Fähigkeiten etwas überschätzen.

Talente am Arbeitsmarkt sind und bleiben Mangelware

Wenn es um das Thema Fachkräftemangel und „War for Talents“ geht, sieht man die Lage hierzulande allerdings deutlich ernster. Knapp 70% der Befragten geben an, dass ihr Arbeitgeber schon jetzt große Probleme hat, die richtigen Talente zu finden und im Unternehmen zu halten. 68% glauben auch, dass diese Herausforderung in Zukunft noch größer wird. Bei beiden Prognosen liegt Österreich international im oberen Drittel. Für heimische Personalverantwortliche, die auch Talente im Ausland ansprechen, wenig erfreulich: Noch pessimistischer sind lediglich viele Nachbarländer wie Deutschland, Ungarn oder Tschechien, die allesamt einen noch größeren Fachkräftemangel beklagen.

Weitere Themen im Randstad Workmonitor Q2 2019

Der aktuelle Randstad Workmonitor behandelt zudem noch zwei weitere Themengebiete mit jeweils mehreren Fragen. Einerseits wird ein Blick auf die sogenannten „MINT-Fächer“ (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) geworfen, die gesamtwirtschaftlich betrachtet besonders wichtig und unterrepräsentiert sind. Der zweite verbleibende Themenschwerpunkt beschäftigt sich mit dem Thema der künstlichen Intelligenz: Wie weit sind österreichische Unternehmen hier im internationalen Vergleich und bilden sich heimische Arbeitnehmer zu diesem Thema fort?

Über den Randstad Workmonitor

Der Randstad Workmonitor wird seit dem Jahr 2003 quartalsweise in 33 Länder durchgeführt. Ziel ist es sowohl globale als auch lokale Trends der Arbeitsmobilität regelmäßig abzubilden. Seit 2014 gibt es den Randstad Workmonitor endlich auch in Österreich.

Die quantitative Studie wird über einen Online-Fragebogen durchgeführt und es werden Personen im Alter von 18-65 Jahren befragt, die mindestens 24 Stunden pro Woche einer bezahlten Erwerbstätigkeit nachgehen (keine selbständig Erwerbstätigen). Die minimale Stichprobengröße liegt bei 400 Befragungen pro Land und wird von Survey Sampling International (SSI) durchgeführt. Die Erhebung für das 2. Quartal 2019 hat vom 23. April bis zum 9. Mai 2019 stattgefunden.

Über Randstad

Randstad ist der Weltmarktführer im Bereich HR-Dienstleistungen. Das Portfolio reicht von Zeitarbeit über Personalvermittlung bis hin zu Professional Services, Inhouse Services und HR-Lösungen wie z.B. Recruitment Process Outsourcing, Managed Services Programme und Outplacement.

Randstad ist in 38 Ländern aktiv und hat in den meisten dieser Märkte eine Top-3-Position. Im Jahr 2018 hatte Randstad im Durchschnitt weltweit 38.820 Mitarbeiter an 4.826 Standorten und einen Gewinn von 23,8 Milliarden Euro erwirtschaftet und ist damit seit November 2018 weltweiter Branchenführer.

Randstad wurde 1960 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Diemen in den Niederlanden. Randstad N.V. ist an der NYSE Euronext Amsterdam gelistet. Für mehr Informationen besuchen Sie www.randstad.com oder www.randstad.at.

  

Download:

Randstad Workmonitor Q2 2019