Was die „Gig-Economy“ für HR-Manager bedeutet

Das Konzept der „Gig Economy“ – definiert durch kurze Arbeitseinsätze und unabhängige Verträge im Gegensatz zur klassischen Vollzeitanstellung – ist in letzter Zeit zunehmend in den Vordergrund gerückt.

Dieser Trend wurde international auch durch Gesetzesänderungen berücksichtigt. In Großbritannien hat die Regierung z.B. kürzlich das größte Paket an Arbeitsmarktreformen seit über 20 Jahren verabschiedet, u.a. mit dem Ziel, mehr Sicherheit für „Gig Economy“-Arbeiter und „0-Stunden-Verträge“ zu schaffen.

In den USA gehen Schätzungen davon aus, dass sog. „Gig-Worker“ bis 2020 ca. 43% der Erwerbsbevölkerung ausmachen werden.

Auch wenn über die Art und Weise, wie in der Gig-Economy Geld verdient wird, einige Fragen aufgekommen sind, können Arbeitgeber die Bedeutung dieses Trends für die Arbeitswelt nicht leugnen.

Hier sind einige Hauptthemen, über die es aus HR-Perspektive in Bezug auf die Gig-Economy nachzudenken gilt.

Steuerung aus der Ferne

Das traditionelle Arbeitsmodell mit festen Arbeitszeiten an einem fixen Ort wird durch kurzfristige, auftragsbasierte Anstellungsmodelle zunehmend in den Hintergrund gedrängt. Wenn Ihr Unternehmen bereit ist, diese neuartigen Beschäftigungsmodelle anzunehmen, müssen Sie sich insbesondere auf die weite Verbreitung von Home Office und flexiblen Arbeitszeiten einstellen.

Teams zu verwalten, die geographisch dezentral verteilt sind, kann einige einzigartige Herausforderungen mit sich bringen. Zum Beispiel das aufrecht erhalten starker Kommunikationskanäle mit den einzelnen Mitarbeitern und sicherzustellen, dass angemessene Fortschritte in den Projekten erzielt werden.

Zum Glück haben HR-Manager im 21. Jahrhundert eine wichtige Ressource auf ihrer Seite: Technologie.

Die Palette an Dienstleistungen und Software die darauf ausgelegt sind, Kommunikation, Team-Verwaltung und Projektmanagement zu unterstützen ist breiter denn je und stellt sicher, dass Flexibilität nicht auf Kosten von Effektivität gehen muss.

Einige dieser Lösungen sind spezifisch auf die Anforderungen von Arbeitgebern in der Gig-Economy zugeschnitten, z.B. die Verwaltung von Fern-Teams und Tools zur Zeiteinteilung der Team-Mitglieder.

Ein Beispiel ist Gigwalk, eine Cloud-basierte Workforce Management Platform, die von der finanziellen Unterstützung des Randstad Innovation Funds profitiert.

Gemeinsame Vorteile erkennen

Die Gig-Economy hat das Potential, gegenseitige Vorteile für Arbeitgeber und Angestellte zu bieten – und diese Balance der Vorteile zu halten, sollte auch eine der Prioritäten sein. Ethisch verantwortungsvolle Unternehmen legen genauso viel Wert auf die Rechte und das Wohlergehen ihrer Mitarbeiter wie auf das reduzieren von Kosten oder die Effizienzsteigerung.

Es ist sicherlich auch möglich, gewisse finanzielle Gewinne aus alternativen Arbeitsmodellen zu ziehen. Eine Randstad-Studie, welche die HR-Trends für 2018 behandelt hat, zitiert Zahlen von Global Workspace Analytics, laut denen Unternehmen über €10.000 pro Jahr und Teilzeit-Pendler einsparen können.

Fern- und Gig-basierte Arbeit kann Ihrem Unternehmen helfen, Miet- und Betriebskosten für Elektrizität, Telefon und Computer zu senken.

Mitarbeiter können ebenso zahlreiche Vorteile aus einem flexibleren „Ad-Hoc“-Ansatz ziehen, z.B. eine bessere Zeiteinteilung und Work-Life-Balance.

Wer für 2019 mehr Gig- und Auftrags-basierte Arbeit erwartet, sollte Arrangements finden, die für den Angestellten und das Unternehmen gleichermaßen vorteilhaft sind.
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