Den 100. Geburtstag zu feiern ist längst keine Fiktion mehr und wird weltweit für immer mehr Menschen Realität. Studien prognostizieren, dass in reicheren Ländern bereits jedes zweite neugeborene Kind seinen 100. Geburtstag erleben wird - Tendenz steigend. Diese demographische Entwicklung stellt die gesamte Gesellschaft vor gewaltige Herausforderungen - nicht zuletzt bei der Frage nach dem Pensions- und Gesundheitssystem.

Trotz allgegenwärtiger Debatten zur alternden Gesellschaft sind sich allerdings viele Menschen noch nicht des vollen Umfangs der steigenden Lebenserwartung bewusst. Die Umfrageergebnisse des Randstad Workmonitors für das 1. Quartal 2015 belegen, dass 60% aller österreichischen Arbeitnehmer nicht glauben, dass die Lebenserwartung der heutigen Neugeborenen tatsächlich bereits bei fast 100 Jahren liegt.

Auswirkungen auf die Pension

Eine steigende Lebenserwartung bedeutet, dass wir länger erwerbstätig sein müssen - aber auch, dass wir länger im Ruhestand sein werden. 80% der befragten Österreicher gehen davon aus, dass das derzeitige gesetzliche Pensionsantrittsalter noch angehoben wird. Als persönliches faktisches Pensionsantrittsalter erwarten 60% der Befragten hingegen einen Eintritt mit 60-65 Jahren, 35% glauben an eine Pension mit 65-70 und 5% gehen davon aus, erst zwischen 70 und 80 in den Ruhestand gehen zu können.
Um mit einer derart hohen Lebens- und Ruhestandsdauer den derzeitigen Lebensstandard zu halten, müssten Arbeitnehmer je nach Hochrechnung und Einschätzung bis zu 40% ihres Einkommens für die Altersvorsorge sparen. Eine Summe, die in der Realität allerdings nur 2% der Befragten zur Seite legen können und wollen. Tatsächlich liegen die Ersparnisse der Österreicher für die Pension zwischen 5% (46% der Befragten) und 10% (40% der Befragten) des derzeitigen Einkommens.

Vorurteile gegenüber älteren Arbeitnehmern (55+)

Eine steigende Lebenserwartung, sinkende Geburtenraten und ein höheres Pensionsantrittsalter führen dazu, dass auch die Anzahl der Arbeitnehmer der "Generation 55+" stetig zunimmt. Allerdings bieten derzeit nur 45% der Unternehmen auch tatsächlich aktive Maßnahmen zur Ansprache und Förderung dieser Zielgruppe. Erschwert wird die Inklusion auch durch die weiterhin sehr verbreiteten Vorurteile. So glaubt circa jeder dritte österreichische Arbeitnehmer, dass ältere Kollegen weniger produktiv (29% Zustimmung) aber dafür öfter krank (33%) sind. Sogar 68% unterstützen die Auffassung, dass es Menschen über 55 schwerer fällt, Neues zu erlernen.

"In unserer Gesellschaft wird ein rasches Umdenken erforderlich sein. Bei prognostizierten Lebenserwartungen von bis zu 100 Jahren auf der einen Seite und sinkenden Geburtenzahlen auf der anderen Seite liegt es auf der Hand, dass man einen Arbeitnehmer nicht schon mit 50 zum alten Eisen zählen darf. Vielmehr ist die Generation 55+ gerade in unserer Gesellschaft besonders wertvoll, da sie neben einer fachlichen Erfahrung oft auch eine ausgeprägte soziale Kompetenz und Lebenserfahrung mitbringt. Um allerdings für den Arbeitsmarkt vermittlungsfähig zu bleiben, ist für alle Beteiligten (Arbeitsuchende und Unternehmer) - unabhängig vom Alter - eine ständige Weiterbildung und die Bereitschaft zur Flexibilität notwendig, um am Ball der Zeit bleiben." stellt Michael Wottawa, Managing Director von Randstad Austria, fest.

Lebenslanges lernen

Dass dieses "lebenslange Lernen" unabhängig vom Alter absolut essentiell ist, bejahen zudem auch 91% der Befragten. Rund zwei Drittel der Arbeitnehmer glauben dabei, dass es notwendig ist, die eigenen Fähigkeiten und Qualifikationen alle fünf Jahre aufzufrischen, um die eigene Vermittlungsfähigkeit am Arbeitsmarkt zu gewährleisten. Ebenso ist die Mehrheit (78%) der Meinung, dass diese kontinuierliche Weiterbildung im eigenen Verantwortungsbereich - und nicht etwa in jenem des Arbeitgebers - liegt.

Über den Randstad Workmonitor

Der Randstad Workmonitor wurde 2003 gestartet und deckt derzeit 34 Länder in Europa, Asien sowie Nord- und Südamerika ab. Der Randstad Workmonitor wird vier Mal im Jahr veröffentlicht, um sowohl globale als auch lokale Trends der Arbeitsmobilität regelmäßig sichtbar zu machen. 2014 wurde der Randstad Workmonitor auch in Österreich etabliert.

Die quantitative Studie wird über einen Online-Fragebogen durchgeführt. Befragt werden Personen im Alter von 18-65 Jahren, die mindestens 24 Stunden pro Woche einer bezahlten Erwerbstätigkeit nachgehen (keine selbständig Erwerbstätigen). Die minimale Stichprobengröße liegt bei 400 Befragungen pro Land und wird von der Firma Survey Sampling International durchgeführt. Die Untersuchung für das 1. Quartal 2015 wurde vom 21. Jänner bis 5. Februar durchgeführt.

Über Randstad

Randstad Austria ist auf Zeitarbeit, Personalberatung, Inhouse-Services und HR-Lösungen spezialisiert. Die Randstad Group ist der Top-2-Personaldienstleister weltweit. 2014 hatte Randstad circa 28.700 interne Mitarbeiter und 4.400 Niederlassungen und Inhouse Locations in 39 Ländern rund um den Globus. Randstad konnte 2014 einen Umsatz von Euro17,2 Milliarden erwirtschaften. Randstad wurde 1960 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Diemen, Niederlande. Randstad Holding nv ist an der NYSE Euronext Amsterdam gelistet, wo auch Randstad-Wertpapier-Optionen gehandelt werden. Mehr Informationen finden Sie auf www.randstad.com und www.randstad.at.

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Mag. Alexander Becker
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Downloads:

Randstad Workmonitor - Q1 2015 - Umfrageergebnisse Österreich.pdf
Randstad Workmonitor - Q1 2015 - Umfrageergebnisse GLOBAL.pdf