Das Bestreben vieler Menschen nach einer Work-Life-Balance lässt neue Arbeitszeitmodelle wie Home Office, flexible Arbeitsorte oder Vertrauensarbeitszeit, die einst Führungspositionen vorbehalten waren, immer beliebter werden. Zudem hat jeder zweite Arbeitgeber in Österreich bereits eine „Bring Your Own Device“-Policy etabliert – d.h. Mitarbeiter verwenden privat und beruflich dasselbe Mobilgerät.
All dies kann für den Mitarbeiter dabei schnell zum zweischneidigen Schwert werden; man hat zwar mehr freie Zeit während der Arbeit, aber gleichzeitig auch mehr Arbeit in der Freizeit. Wie wirkt sich durchgehende Erreichbarkeit auf die empfundene Arbeitslast aus? Und kann man in der Freizeit noch richtig abschalten ohne gedanklich bei der Arbeit zu bleiben?

Erwartungen der Arbeitgeber und Akzeptanz durch Arbeitnehmer halten sich die Waage

45% der österreichischen Arbeitgeber erwarten bereits eine Verfügbarkeit ihrer Mitarbeiter außerhalb der regulären Arbeitszeiten – so das Ergebnis des Randstad Austria Workmonitors für das zweite Quartal 2015, bei dem 400 österreichische Dienstnehmer befragt wurden. Männer (51%) sind dabei deutlich häufiger von dieser Erwartungshaltung betroffen als Frauen (38%). Insgesamt liegt Österreich zwar noch deutlich hinter dem weltweiten Schnitt von 57% – dafür aber nahezu gleichauf mit den Nachbarn aus Deutschland (43%) und der Schweiz (42%).

Die Bereitschaft der österreichischen Arbeitnehmer, auch außerhalb der regulären Arbeitszeiten verfügbar zu sein, ist dabei mit 43% ähnlich hoch wie die Erwartungshaltung der Arbeitgeber. Folglich geben auch 47% der Befragten an, außerhalb der Bürozeiten unmittelbar auf Anrufe und E-Mails zu antworten – allerdings liegt Österreich auch hier hinter dem weltweiten Schnitt von 56%.

Das Vermischen von Beruf und Freizeit findet
allerdings in beide Richtungen statt: So kümmern sich 61% der Befragten gelegentlich
während der Arbeitszeit um Privatangelegenheiten.

Verschwimmende Grenzen

„Die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmen immer mehr. Dieser Trend hat mit der zunehmenden Popularität von flexiblen Arbeitszeit-Modellen begonnen und wurde durch Smartphones und Tablets noch deutlich verstärkt. Wir sind heutzutage überall und jederzeit erreichbar. Ob per Telefon oder E-Mail, im Garten, in der U-Bahn oder im Supermarkt“, verdeutlicht Michael Wottawa, Managing Director von Randstad Austria. „Diese Mobilität bringt nicht nur den Arbeitgebern Vorteile sondern auch den Dienstnehmern, da Aufgaben unabhängig von Ort und Zeit erledigt werden können. Dies unterstützt MitarbeiterInnen mit einem hohen Bedarf an Flexibilität, z.B. ausgelöst durch Kinderbetreuung. Hier sind beide Seiten gefragt, ein Regelwerk zu etablieren, Grenzen zu ziehen und verantwortungsbewusst mit diesen neuen Möglichkeiten umzugehen. Wie in herkömmlichen Betriebsstätten auch sind die Arbeitgeber aufgefordert Mitarbeiter vor übermäßigem Stress und psychischen Belastungen zu schützen. Arbeitnehmer haben aber auch Eigenverantwortung. Nicht nur im Sinne der eigenen Gesundheit und Effizienz sollte jeder Dienstnehmer kritisch darauf achten, hin und wieder etwas kürzer zu treten oder das Smartphone einfach mal abzuschalten. Es wird von niemandem erwartet, 24 Stunden täglich und 7 Tage die Woche für Chef, Kollegen oder Kunden erreichbar zu sein“.

Sonderfall: Arbeit im Urlaub

Immerhin jeder dritte österreichische Arbeitgeber (34%) erwartet zudem, dass seine Mitarbeiter auch während der Urlaubstage erreichbar bleiben. Die Arbeitnehmer nehmen dies gemischt auf: 30% kümmern sich im Urlaub sogar freiwillig um ihre Arbeit, da sie involviert bleiben möchten. 33% der Befragten fühlen sich hingegen regelrecht verfolgt und dazu gedrängt, im Urlaub Anrufe und E-Mails entgegen nehmen zu müssen. Tatsächlich geben aber 45% der Befragten an, auch im Urlaub auf E-Mails und Anrufe zu antworten.
Der Fähigkeit abschalten zu können, tut dies allerdings keinen Abbruch. So zumindest geben 75% der Österreicher an, im Urlaub leicht von der Arbeit loslassen zu können.

Über den Randstad Workmonitor

Der Randstad Workmonitorwurde 2003 ins Leben gerufen und deckt derzeit 34 Länder in Europa, Asien sowie Nord- und Südamerika ab. Der Randstad Workmonitor wird vierteljährlich veröffentlicht, um sowohl globale als auch lokale Trends der Arbeitsmobilität regelmäßig sichtbar zu machen. 2014 wurde der Randstad Workmonitor auch in Österreich eingeführt. Die quantitative Studie wird über einen Online-Fragebogen durchgeführt. Befragt werden Personen im Alter von 18-65 Jahren, die mindestens 24 Stunden pro Woche einer bezahlten Erwerbstätigkeit nachgehen (keine selbständig Erwerbstätigen). Die minimale Stichprobengröße liegt bei 400 Befragungen pro Land und wird von der Firma Survey Sampling International durchgeführt. Die Untersuchung für das 2. Quartal 2015 wurde vom 17. April bis 4. Mai durchgeführt.

Über Randstad

Randstad Austria ist auf Zeitarbeit, Personalberatung, Inhouse-Services und HR-Lösungen spezialisiert. Die Randstad Group ist der Top-2-Personaldienstleister weltweit. 2014 hatte Randstad circa 28.700 interne Mitarbeiter und 4.400 Niederlassungen und Inhouse Locations in 39 Ländern rund um den Globus. Randstad konnte 2014 einen Umsatz von €17,2 Milliarden erwirtschaften. Randstad wurde 1960 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Diemen, Niederlande. Randstad Holding nv ist an der NYSE Euronext Amsterdam gelistet, wo auch Randstad-Wertpapier-Optionen gehandelt werden. Mehr Informationen finden Sie auf www.randstad.com und www.randstad.at.

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Mag. Alexander Becker
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Downloads:

Randstad Workmonitor - Q2 2015 - Umfrageergebnisse Österreich.pdf

Randstad Workmonitor - Q2 2015 - Umfrageergebnisse Global.pdf