HR- und Recruiting-Verantwortliche stehen heute vor einer langen Liste an Herausforderungen, wenn es darum geht, Top-Talente zu finden und einzustellen. Eine sich ständig verändernde Geschäfts- und Technologielandschaft erschwert die langfristige Planung, und selbst kurzfristig macht der anhaltende Fachkräftemangel die Suche nach qualifizierten Kandidatinnen und Kandidaten schwierig.

Faktoren wie eine alternde Belegschaft, die Zunahme hochqualifizierter Stellen und eine historisch niedrige Arbeitslosigkeit tragen dazu bei, dass es an qualifizierten Bewerberinnen und Bewerbern mangelt, die aktiv nach einer neuen Position suchen. Unternehmen, die mit Talentknappheit kämpfen, haben Schwierigkeiten, ihren sofortigen Bedarf zu decken, und riskieren langfristig eine Stagnation.

Vorlage für KI-Anwendungsfälle im Recruiting

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Die Situation ist für einige Unternehmen so ernst, dass 24 % der CEOs weltweit den Fachkräftemangel als den wichtigsten schädigenden Faktor für ihre Geschäftsaussichten sehen. Dies geht aus einer Gartner-Umfrage von 2024 unter 500 Führungskräften in 40 Ländern hervor.

Vor diesem Hintergrund suchen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger nach Wegen, ihre Performance zu steigern, und generative KI könnte einer davon sein. Mit der beeindruckenden Fähigkeit, Eingaben zu analysieren und originelle Antworten, Lösungen sowie Vorschläge zu generieren, haben generative KI-Tools das Potenzial, die bestehenden Fähigkeiten von Recruiterinnen und Recruitern zu erweitern und ihre tägliche Arbeit zu optimieren.

Trotz des Potenzials von generativer KI im Recruiting ergab dieselbe Gartner-Studie:

  • Nur 22 % der HR-Verantwortlichen geben an, stark in unternehmensweite Diskussionen über generative KI eingebunden zu sein.
  • 76 % der HR-Leitungen sind besorgt, dass sie beim organisatorischen Erfolg ins Hintertreffen geraten, wenn sie generative KI nicht innerhalb der nächsten 12 bis 24 Monate einführen.

In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die wichtigsten Vorteile, die ein Recruiting-Team durch den Einsatz von generativer KI in seinem Workflow erwarten kann.

KI-Tools steigern die Effizienz im Recruiting-Team

Unabhängig vom Erfolg ihrer Teams suchen die meisten HR-Verantwortlichen nach Wegen, mit den vorhandenen Ressourcen mehr zu erreichen. Arbeitserleichternde KI-Tools könnten die Antwort sein. Laut einer Studie von Indeed aus dem Jahr 2024 sind 68 % der HR-Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger der Meinung, dass KI den Recruiting-Prozess beschleunigen kann.

Ob sie nun Allzweck-KI-Chatbots als Inspirationsquelle und virtuellen Sparringspartner nutzen oder KI-gestützte Funktionen in ihrem bestehenden Bewerbermanagementsystem (ATS) einsetzen: KI kann die Produktivität steigern und einfache, repetitive Aufgaben sogar gänzlich aus dem Zeitplan streichen. Deshalb erwägt fast ein Drittel der Unternehmen weltweit den Einsatz von KI-Recruiting-Software zur Unterstützung ihrer HR-Prozesse oder nutzt diese bereits, so der Global AI Adoption Index 2024 von IBM.

Der Fachkräftemangel zwingt Teams überall dazu, nach Lösungen zu suchen, die ihre Erfolgsquote erhöhen. Da dieser Mangel jedoch alle Branchen betrifft, fehlen auch in den Personalabteilungen oft die nötigen Talente, um den eigenen Bedarf zu decken. Es überrascht daher nicht, dass 41 % der globalen Unternehmen die Integration von KI in ihr Recruiting als Weg sehen, die Auswirkungen des Fachkräftemangels abzumildern. Wer die Kapazitäten des eigenen Teams vervielfachen möchte, sollte sich intensiv mit den effektivsten Wegen zur Implementierung von KI auseinandersetzen.

Female sitting at a table with laptop talking to male with coffee mug at home
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Bei verantwortungsbewusstem Einsatz steigern KI-Tools die Matching-Qualität

Recruiterinnen und Recruiter nutzen bereits seit langem Technologien, um ideale Kandidatinnen und Kandidaten zu finden. Doch diese hatten meist gravierende Einschränkungen. Zum Beispiel können Tools, die Lebensläufe nach Schlüsselwörtern durchsuchen, hunderte Bewerbungen in Minuten scannen – aber was passiert, wenn die perfekte Person für den Job diese spezifischen Keywords einfach nicht verwendet?

Die beeindruckenden Sprachkenntnisse heutiger KI-Recruiting-Tools können verhindern, dass solche Talente durch das Raster fallen. Systembedingt sind sie besser darin, die Feinheiten eines Lebenslaufs intuitiv zu verstehen. Sie sind zudem stark darin, verschiedene Informationen zu verknüpfen und den gesamten Hintergrund eines Talents auf beeindruckend menschenähnliche Weise zu bewerten. Korrekt implementiert, führt dies zu wesentlich präziseren Matches. Sie können sogar vielversprechende Talente identifizieren, die von einfacheren Systemen aussortiert worden wären, und so Kandidatinnen und Kandidaten mit vielfältigeren Hintergründen gewinnen.

Dies bedeutet jedoch nicht, dass KI-Tools keine Grenzen haben oder dass der Einsatz von KI im Recruiting nicht mit ernsthaften ethischen Fragen verbunden ist. Wie die Berichte in diesem BBC-Artikel verdeutlichen, riskieren Recruiterinnen und Recruiter, die sich zu sehr auf die „Weisheit“ ihrer KI-Tools verlassen, eine Diskriminierung aufgrund von algorithmischen Verzerrungen (Biases).

Bei sachgemäßer Anwendung kann KI zu effektiveren Abläufen und zufriedeneren Kandidatinnen und Kandidaten führen. Doch obwohl sich die Tools weiter verbessern werden, bleibt eine enge menschliche Aufsicht („Human Oversight“) durch erfahrene HR-Verantwortliche immer unerlässlich.

Vorlage für KI-Anwendungsfälle im Recruiting

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KI-Tools stärken Ihre Arbeitgebermarke

Es gibt noch eine weitere Seite des Employer Brandings, bei der KI unterstützen kann: die Reputation Ihres Unternehmens. Die Macht der Mundpropaganda führt dazu, dass bereits eine einzige schlechte Erfahrung zu erheblichem Markenschaden führen kann. Für Bewerberinnen und Bewerber ist eine der häufigsten negativen Erfahrungen das sogenannte „Black Hole“-Phänomen – wenn man Zeit investiert und nie wieder etwas vom Arbeitgeber hört (vgl. Harvard Business Review).

KI ist zwar kein universelles Heilmittel gegen Reputationsschäden, aber sie kann zumindest diese „schwarzen Löcher“ eliminieren. Automatisierte Candidate Engagement-Tools lassen sich mithilfe von KI drastisch verbessern. Recruiterinnen und Recruiter nutzen schon lange Chatbots für Routineaufgaben wie die Terminbuchung – aber die Nachrichten wirken oft generisch. Moderne KI-Sprachmodelle ermöglichen es nun, wirklich personalisierte Nachrichten mit genau dem richtigen Tonfall zu erstellen.

Selbst wenn jemand eine Absage erhält, kann eine gut formulierte Antwort mit nützlichem Feedback die Enttäuschung lindern. Durch den effektiven Einsatz von KI können Teams sicherstellen, dass jede Bewerbung eine solche Rückmeldung erhält. Es ist ein einfacher Weg, Ihre Arbeitgebermarke zu stärken, ohne Ihre begrenzten Ressourcen zu erschöpfen.

Starten Sie die Integration von generativer KI – verantwortungsbewusst

Um es Ihnen zu erleichtern, diese Vorteile zu nutzen, haben wir eine Vorlage für generative KI-Anwendungsfälle entwickelt. Wenn Sie planen, generative KI einzusetzen, gehen Sie die Vorlage gemeinsam im Team durch. Sie wird Sie dazu anregen, die richtigen Fragen zu stellen, und Ihnen helfen, den konkreten geschäftlichen Nutzen, die potenziellen Risiken sowie die Kennzahlen zur Erfolgsmessung zu identifizieren.

Laden Sie die Vorlage herunter und stellen Sie sicher, dass Sie generative KI in Ihrem Recruiting-Prozess effektiv und sicher einsetzen.

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Über den Autor
Patrick Cilif
Patrick Cilif

Patrick Cilif

Head of Sales

Patrick Cilif ist Head of Sales für Randstad in Österreich. Der bestens vernetzte Wiener ist Vater von zwei Töchtern, talentierter Fußballer und bringt zudem auch über 15 Jahre Erfahrung im HR-Bereich mit.

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