Wie engagiert und motiviert Mitarbeiter ihre Arbeit machen, prägt den Erfolg eines Unternehmens maßgeblich. Doch was motiviert Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer heutzutage? Es ist wichtig zwischen dem zu unterscheiden, was ein Unternehmen attraktiv macht, und dem, was Menschen antreibt. Entscheidende Faktoren bei der Arbeitgeberwahl sind beispielsweise ein attraktives Gehalt, Jobsicherheit und eine gute Work-Life-Balance.

Doch jemanden zu einer guten Leistung zu inspirieren und zu motivieren, ist auch eine Frage der Führung. Denn für die Leistungsbereitschaft der Belegschaft ist oft auch die emotionale Verbundenheit ausschlaggebend, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu ihrem Unternehmen und Arbeitgeber empfinden. Diese Verbindungen sind geprägt durch die berufliche Beziehung, die Kolleginnen und Kollegen untereinander und zu ihren Chefs pflegen. Genau hier setzen Führungskräfte an, um den Zusammenhalt im Team zu stärken und Leistung als ein Prinzip zu etablieren, das Spaß macht.

So steigern Führungskräfte die Motivation ihrer Mitarbeiter:innen.

  1. Schaffen Sie die richtigen Rahmenbedingungen für Leistung und Engagement.
    Wie gut Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihrem Job sind, hängt zu einem großen Teil davon ab, wie gerne und motiviert sie ihn ausüben. Die Sinnhaftigkeit, die wir in unserer Arbeit sehen, trägt maßgeblich zu unserer Eigenmotivation bei. Gerade dort, wo Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nur an einzelnen Prozessen beteiligt sind oder sie am Ende des Tages kein fertiges Endprodukt in der Hand halten, liegt es an der Führungskraft, ihnen zu vermitteln: Ohne deinen Job geht es nicht. Du bist Teil des großen Ganzen und wirst gebraucht.
    Außerdem wichtig für die Motivation: Unter welchen Bedingungen wird gearbeitet. Eine ausgewogene Work-Life-Balance sorgt nicht nur für wichtige Erholungsphasen. Flexibles Arbeiten erlaubt zeitliche Freiräume, die besonders den kreativen Output begünstigen. Schließlich brauchen Ideen Zeit und kommen selten vom Fließband. Zu lernen und sich weiterzuentwickeln – auch dafür braucht es Zeit. Wer die Entwicklung seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Auge behält und feste Termine für Weiterbildungsmaßnahmen einplant, sorgt für hohe Motivation.
  2. Fördern Sie eine Kultur der Offenheit und Achtsamkeit.
    Der Anspruch an Führungskräfte ist immer gleich, unabhängig davon, wie groß das Unternehmen ist, in dem sie arbeiten. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wollen gesehen und gehört werden. Gute Führungskräfte geben regelmäßig und konstruktiv Feedback. Hat eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter etwas richtig gut gemacht, sollten Sie umgehend Anerkennung äußern, und nicht erst nach zwei Wochen. Geht etwas schief, hilft eine positive Fehlerkultur, gemeinsam eine mögliche Lösung zu entwickeln. Achten Sie darauf: Ein Feedback-Prozess ist keine Einbahnstraße. Seien Sie offen für den Input Ihrer Kolleginnen und Kollegen und nehmen Sie Anregungen und Kritik ernst. Leben Sie genau dieses Prinzip vor, sich mit Hilfe von Feedback weiterzuentwickeln und besser zu werden.
  3. Definieren Sie klare Ziele und schaffbare Herausforderungen.
    Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wollen sehen, wie das, was sie selber tun, zum Großen und Ganzen beitragen kann. Welche Rolle spielen sie im Unternehmen, und wie trägt ihre Leistung dazu bei, das gemeinsam gesetzte Ziel zu erreichen? Gute Führungskräfte entwickeln Lösungen gemeinsam mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, in einem offenen und verbindlichen Zusammenarbeiten auf Augenhöhe. Ermutigen Sie junge Kolleginnen und Kollegen, ihre Grenzen auszutesten, aber überfordern Sie sie nicht. Der regelmäßige Austausch hilft dabei, eine Leistungssteigerung mit Augenmaß zu erreichen.
  4. Ermöglichen Sie Freiräume für neue Ideen und eigene Entscheidungen.
    Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wollen einen Weg beschreiten, auf dem sie mehr oder weniger eng begleitet werden. Auf dem sie einen gewissen Grad an Freiheit haben, um sich auszuleben und Neues auszuprobieren. Ermutigen Sie sie zu mehr Eigenverantwortung, indem Sie Ihnen nicht nur die Umsetzung bestimmter Aufgaben überlassen, sondern sie auch an Entscheidungen beteiligen, die die Zielsetzung ebendieser Projekte betreffen.

Nachhaltige Mitarbeitermotivation erfordert ehrliche Wertschätzung.

Führungskräfte können ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nur dann motivieren und inspirieren, selbst mehr Verantwortung zu übernehmen, wenn sie sich selbst treu bleiben. Es geht also nicht darum, sich zu verbiegen und in jedem Fall mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gut zu stellen. Eine starke Bindung und vertrauensvolle Zusammenarbeit fußt auf gegenseitigem Respekt und entsteht in erster Linie durch ehrliches Interesse sowie offenes und konstruktives Feedback. Gute Führungskräfte zeigen ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zudem, dass sie deren Meinung schätzen. Und erreichen und feiern Erfolge mit ihnen gemeinsam.